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Der Atem in den ersten beiden Schwangerschaftsdritteln

  • Autorenbild: Nicola Beckmann
    Nicola Beckmann
  • 22. Dez. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Wie bereits erwähnt ist es sinnvoll und empfehlenswert mit der „Atemarbeit“ so früh wie möglich zu beginnen. Gerade in emotional ambivalenten Phasen, die auch immer wieder von Unsicherheit, Sorge und auftretenden Ängsten geprägt sein können, kann der Atem eine große Stütze sein, Halt geben und ein Gefühl des Getragen seins im Großen Ganzen vermitteln.



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Leider kommen die meisten Frauen im ersten Drittel der Schwangerschaft eher selten in eine Atemgruppe.


Das liegt daran, dass sie sich einfach noch „zu wenig" schwanger fühlen und deshalb auch noch keinen Sinn darin sehen, etwas „Neues“ zu beginnen, das sie nicht vorher auch schon ausgeübt haben – außer sie haben zuvor bereits eine Atemgruppe besucht. Oder aber sie fühlen sich körperlich und/oder auch emotional durch ihren Zustand und die hormonellen Veränderungen zu sehr beeinträchtigt – obwohl ihnen ja gerade dann der Atem eine große Unterstützung sein könnte.


Frauen im mittleren Drittel der Schwangerschaft finden schon eher den Weg zur Atemgruppe, und auch zur Atembehandlung - übrigens sehr zu empfehlen, jeder Phase der Schwangerschaft von Beginn an!



Der Bauch ist inzwischen schon deutlich gewachsen, die Organe der Mutter erfahren eine zunehmende Verdrängung, die Körperwände werden nach außen gedehnt. Gerade der Bereich der Lendenwirbelsäule kann insbesondere bei der Neigung zu einer starken Lordose (Hohlkreuz) bereits stark gefordert sein.

Der Atem reagiert auf all diese Veränderungen. Er verlangsamt seinen Rhythmus, da mehr Kraftaufwand nötig ist um das Zwerchfell im Einatem in die Tiefe zu führen. Die werdende Mutter spürt diese Veränderungen, und die Offenheit und Bereitschaft, sich dem Atem zuzuwenden, nehmen zu.


Im Prinzip unterliegen die Atemangebote in den ersten beiden Dritteln der Schwangerschaft keinerlei Einschränkungen, es kann im Sitzen, Liegen und Stehen geübt werden. Später – im letzten Drittel der Schwangerschaft – werden dann aufgrund des wachsenden Bauches, daraus resultierenden Rückenschmerzen und dem Vena-Cava-Syndrom einige Angebote nicht mehr möglich sein.


Aufgrund des Vena-Cava-Syndroms können und sollten die Frauen dann nämlich nicht mehr auf dem Rücken liegen: In dieser Lage erhöht sich der Druck auf die Gefäße und die große Hohlvene kann dann von unten nicht mehr genug Blut zum Herz befördern, was zu Schwindel und Übelkeit führen kann.


Im Hinblick auf die besondere Situation einer Schwangerschaft und die großen körperlichen Veränderungen bieten sich in den ersten 28 Wochen bestimmte Atemthemen sehr an:

 

  • Körperwahrnehmung und Empfindungsfähigkeit

  • Boden - Schwerkraft - Getragensein

  • Zusammenhang zwischen Mundraum und Beckenraum

  • Arbeit mit der Stimme - auch Summen und Tönen



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