Das letzte Drittel der Schwangerschaft
- Nicola Beckmann

- 26. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Dez. 2025
Die Entwicklung des Babys ist weitestgehend abgeschlossen, bis zur Geburt wird es aber noch kräftig wachsen und einen hohen Energiebedarf haben. Daher ist diese Zeit für die werdende Mutter körperlich sehr herausfordernd und zunehmend beschwerlich, sie benötigt viel Ruhe und Schlaf.

Das Kind nimmt immer mehr Platz ein, die Bauchorgane der Frau werden verdrängt, und auch das Zwerchfell wird nach oben gedrückt, was sich natürlich auch auswirkt auf Herz und Lunge. Sodbrennen, häufiger Harndrang, Kurzatmigkeit und das Gefühl, zu wenig Luft zu bekommen, sind oftmals die Folge.
Der stark wachsende Bauch zieht die Frau nach vorne und verstärkt ins Hohlkreuz, ihr Schwerpunkt verändert sich, und sie ist gefordert immer wieder neu in die Aufrichtung und ins Gleichgewicht zu finden. Teilweise treten Beschwerden am Ischias-Nerv und schmerzhafte Dehnungen von Sehnen und Bändern auf, es kann zu Wassereinlagerungen und Rissen des Bindegewebes, sogenannten „Schwangerschaftsstreifen“, kommen.
Aufgrund des Vena-Cava-Syndroms können und sollten die Frauen nicht mehr auf dem Rücken liegen: In dieser Lage erhöht sich der Druck auf die Gefäße und die große Hohlvene kann dann von unten nicht mehr genug Blut zum Herz befördern, was zu Schwindel und Übelkeit führen kann.
Die Belastungsfähigkeit der hochschwangeren Frau nimmt deutlich ab und ihr wird nach und nach immer mehr bewusst, dass diese so besondere symbiotische Beziehung zu ihrem Kind nicht ewig andauern kann und wird – und dass das Kind irgendwann geboren werden muss.
So richtet sich ihr Blick langsam Richtung Geburt. Etwa ab der 30. bis 32. Schwangerschaftswoche macht es Sinn, mit der Geburtsvorbereitung zu beginnen.
In den letzten Wochen vor der Geburt beginnt die Gebärmutter verstärkt mit ihren sogenannten „Übungswehen“, die die Frau schon mal einladen, sich auf die Kontraktionen einzulassen und ihnen mit ihrem Atem zu begegnen. Sehr deutlich sind die Senkwehen, die - endlich - sehr entlastend auf die Mitte der Frau wirken: Das Kind sinkt tiefer ins Becken hinein, ihre Organe haben wieder mehr Platz und das Zwerchfell kann wieder freier schwingen.
Gegen Ende der Schwangerschaft entsteht in der Frau zunehmend das Gefühl, dass sie „nicht mehr mag“ und es jetzt wirklich bald genug ist mit dem schwanger sein – alles wird extrem beschwerlich, sie möchte ihren Körper wieder für sich haben und das Kind nun endlich in ihren Armen halten. Auch dieses Empfinden ist mitunter hormonell gesteuert und bereitet die Frau darauf vor, ihr Kind während der Geburt auch innerlich gut loslassen zu können.
Eine Herzensempfehlung zur Unterstützend gerade in diesen herausfordernden letzten Wochen
und zur Vorbereitung auf die Geburt ist die Atembehandlung, mehr dazu hier:
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