Atemtherapie

Atem ist Leben

Unser Atem ist immer da und begleitet uns ganz selbstverständlich von der Geburt an bis zu unserem Tod. Doch oft wird uns unser Atem erst bewusst, wenn wir in "Atem-Not" gelangen, wir "außer Atem" sind, vor Angst den "Atem anhalten", uns der "Atem stockt", es uns die Stimme "verschlägt" - oder wir vor Erleichterung "aufatmen", wieder "zu Atem kommen" und endlich wieder "durchatmen" können.

Unser individueller Atemrhythmus ist ein Spiegel für unser derzeitiges Befinden und unsere aktuelle Lebenssituation, doch auch für unsere Geschichte. Eng verflochten mit dem vegetativen Nervensystem reagiert er auf alles was uns innerlich und äußerlich bewegt, wie Freude, Glück, Angst, Anstrengung, Aufregung, Wut oder Traurigkeit. Wenn der Atem seinen ureigenen Rhythmus und die ursprüngliche Flexibilität zur Regulation ist verliert, kann er seine für Körper, Geist und Seele so wichtige harmonisierende Funktion nicht mehr erfüllen, wir fühlen uns zunehmend unwohl, verschiedenste Symptome können die Folge sein.

Umgekehrt kann der Atem positiv auf unsere Gefühle, Gedanken und unseren Körper wirken - wenn wir uns unser Atemgeschehen bewusst machen, uns also bewusst auf unseren Atem einlassen und uns mit ihm verbinden.

Atemtherapie wirkt ganzheitlich auf Körper, Seele und Geist. Sie lässt uns unseren Atem wieder bewusster wahrnehmen, die Verbindung zu ihm wiederfinden und uns dadurch mit uns selbst in Kontakt kommen. Dadurch können die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt werden.
 
Innere Ruhe, Achtsamkeit und Präsenz stellen sich ein, Durchlässigkeit und Schwingungs-fähigkeit werden erhöht, das Empfindungsbewusstsein und die Körperwahrnehmung geschult. Inneres Wachstum, die Stärkung der Persönlichkeit und die Entfaltung des eigenen Potentials werden unterstützt. 
Der Atem kann als tragende, ordnende und aktivierende Kraft erlebt werden und uns mehr und mehr wieder als unerschöpfliche Quelle zur Verfügung stehen.

Ein bewusster, freier Atem wirkt zudem unterstützend bei der Meditation, beim Singen und Tanzen sowie achtsamen Körperübungen wie Yoga, Chi Gong, Tai Chi etc.

Auch bei allen aktiven Sport- und Freizeitaktivitäten wie Joggen, Nordic-Walking, Radfahren, Wandern, Klettern, Schwimmen, Marathonlaufen etc. ist es hilfreich, zu einem möglichst freien und tiefen Atem gefunden zu haben.

Unser Atem lädt uns ein - auf einen Weg der Übung, Erfahrung und Bewusstwerdung. 

Auf den Weg zu uns selbst. 

 

Mitzubringen sind lediglich die Bereitschaft, sich einzulassen und über den Atem neu zu erfahren, sowie, sich die nötige Zeit dafür zu nehmen.

"Der Atem ist das Eine.

Wenn wir zu ihm zurückfinden,

sind wir am Ausgangspunkt

aller menschlichen Möglichkeiten"

Dr. Johannes Ludwig Schmitt